Carina Bauer

Carina Bauer

Schlafexpertin und Autorin

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Geräusche und Musik als Einschlafhilfe für Babys

Mit sanften Herzschlägen und weißem Rauschen fällt dein Kleines beruhigt in den Schlaf.



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Weißes Rauschen Einschlafhilfe

Wie schlafen Babys?

Im ersten Lebensjahr unterscheidet sich der Schlafrhythmus vom Baby gänzlich von deinem eigenen. Unterschiede zwischen Tag und Nacht gibt es in den ersten Monaten kaum. Auch sind die Schlafphasen beim Baby sehr kurz. Das hat verschiedenen Ursachen. Ein Hauptgrund ist, dass ein Kind in diesem Alter noch einen sehr kleinen Magen hat. Im Mutterleib wurde es nahtlos durch die Nabelschnur versorgt. Das ist jetzt nicht mehr der Fall. So ist es schlichtweg der Hunger, der dafür sorgt, dass es häufig aufwacht und trinken will. Darüber hinaus spielen auch evolutionäre Gründe eine Rolle. Ein Baby ist extrem wehrlos. In der Prähistorie war es dadurch permanenter Gefahr ausgesetzt. Der Babyschlaf ist besonders leicht, damit es bei einer gefährlichen Situation schnell erwacht und Hilfe einfordern kann.

Natürlich ist die entscheidende Frage für uns Eltern: Wann schlafen Babys durch? Die Antwort fällt leider nicht so aus, wie erhofft. Als Trost sei jedoch verraten: Nach den ersten harten Monaten verlängert sich der Nachtschlaf in der Regel.

Wie unterscheidet es sich zum Erwachsenen?

Aufgrund der oben genannten Gründe sind die Wachphasen beim Baby bedeuten kürzer, als bei uns. Während Erwachsene ein größeres Schlafbedürfnis haben, steht für Babys das Stillen ihres Hungers mehr im Vordergrund, als Schlaf. Dennoch benötigen sie diesen dringend. Grund dafür ist zusätzlich die Tatsache, dass sich der Körper und vor allem das Gehirn des Kindes im ersten Lebensjahr rasend schnell entwickelt. Diese Entwicklung findet in den Schlafphasen beim Baby statt. Sie muss durch die Zufuhr von Energie gefördert werden. Allein diese Tatsache beantwortet die oft gestellte Frage, ob man Babys nachts füttern sollte. Zumindest bis zum 6 Lebensmonat benötigen sie in der Regel ein bis drei Mahlzeiten pro Nacht.

Oft geht es in Ratgebern darum, dass das Baby schlafen lernen soll. Das ist eigentlich unkorrekt. Schlafen kann ein Baby ja schon. Im ersten Lebensjahr muss es sich in unserer Welt zurechtfinden, Gefahren einschätzen lernen und enorme körperliche und geistige Entwicklungssprünge machen. Darüber hinaus fehlt ihm etwas, dass wir Erwachsenen haben: Die Fähigkeit zur Selbstregulation. Es kann mit seinen Emotionen und Impulsen noch nicht umgehen. Das erschwert auch, dass sich ein regelmäßiger Schlafrhythmus beim Baby einstellen kann. Die gute Nachricht dabei ist: Wir Eltern können unserem Kind dabei helfen, die Selbstregulation zu erlernen. In meinem Buch „Wie bringe ich mein Baby zum Schlafen“ erläutere ich dieses Thema detailliert.

Kein Unterschied zwischen Tag und Nacht

Wenn Eltern wollen, dass ihr Baby schlafen lernen soll, bezieht sich das meistens auf die Nachtstunden. Hier sind oft völlig überhöhte Erwartungen im Spiel. Ein Tag-Nacht-Rhythmus, wie er üblicherweise unser Schlafverhalten bestimmt, entwickelt sich erst ab dem Kleinkindalter. Diese Entwicklung ist dann frühestens im 5. Lebensjahr abgeschlossen.

Der Tag-Nacht-Rhythmus ist abhängig von der Tageszeit. Wird es dunkler, wird zum Beispiel der körpereigene Botenstoff Melatonin ausgeschüttet. Er sorgt unter anderem dafür, dass wir abends müde werden. Bei Babys ist das noch nicht der Fall. Vor allem in den ersten Lebensmonaten ist der Schlafrhythmus vom Baby völlig unabhängig von der Tageszeit. Es muss erst lernen, Sinneseindrücke zu verarbeiten. Daher kann es zwischen Tag und Nacht nicht bewusst unterscheiden. Allerdings ist statistisch bewiesen, dass Kinder bereits im ersten Lebensjahr tagsüber aktiver sind. Oft sind die Schlafphasen vom Baby nachts länger als am Tag.

Wie entwickelt sich der Schlafrhythmus im ersten Jahr?

Je älter das Baby wird, desto weniger Schlaf braucht es insgesamt. Auch die Schläfchen tagsüber nehmen ab. Aber wieviel Schlaf braucht ein Baby überhaupt? Ein Neugeborenes benötigt 17 bis 18 Stunden Schlaf am Tag insgesamt. In den ersten drei Lebensmonaten sinkt die Stundenzahl auf ca. 15 bis 16 Stunden. Der Schlafrhythmus ist in den ersten 4 bis 6 Wochen noch sehr chaotisch. In der Regel pegelt er sich dann jedoch ein. Tatsächlich schläft das Baby jetzt nachts länger. In der Regel wacht es jedoch 2 bis 3 Mal auf um Milch oder Geborgenheit zu tanken. Tagsüber hält es Schläfchen von 1 bis 3 Stunden.

Im 3. Oder spätestens im 4. Monat kannst du anfangen, Tages- und Nachtrhythmen einzuführen. Dadurch kann dein Baby schlafen lernen – oder besser gesagt: Lernen, zu bestimmten Zeiten einzuschlafen. Für die meisten Babys liegt die beste abendliche Zubettgehzeit zwischen 19.00 Uhr und 20.30 Uhr. Im 6. Bis 9. Monat verkürzen sich die Schlafphasen tagsüber auf durchschnittlich 1,5 Stunden. Nachts werden die Wachphasen vom Baby seltener. Manche Kinder schlafen jetzt bereits 7 Stunden am Stück. Im 10. bis 12. Lebensmonat reduzieren sich die Nickerchen am Tage auf 1 bis 2. Ab ca. 1 Jahr schläft ein Baby meist die Nacht durch.

Eulen und Lerchen - kann man das schon beurteilen?

Nicht selten habe ich von Kindern gehört, die bereits wenige Wochen nach der Geburt zehn bis zwölf Stunden die Nacht durchschlafen. Ich habe das immer für einen Mythos gehalten. Genauso hielt ich die Frage „Wann schlafen Babys durch?“ in diesem Alter für widersinnig. Doch dann bin ich eines Besseren belehrt worden. Freunde von mir hatten nämlich solch ein Baby. Sie legten es abends zum Schlafen hin und waren am nächsten Morgen oft früher wach, als das Kleine. Auch wenn solche Schlafphasen beim Baby eher eine Ausnahme darstellen – es gibt sie. Kinder sind in Charakter und Entwicklung individuell. Daher ist es wichtig, auf ihre individuellen Bedürfnisse einzugehen.

Generell gibt es beim Menschen zwei Schlaftypen: Die Lerche und die Eule. Lerchen stehen gern früh auf und werden abends früher müde. Eulen hingegen machen gern die Nacht zum Tag und kommen morgens nur schwer aus den Federn. Grund dafür ist eine genetische Veranlagung. Ändern kann man diese nicht. Allerdings lässt sie sich spätestens nach der Pubertät meistens gut an den Alltag anpassen. In welche Kategorie dein Kind gehört, kannst du frühestens ab dem 5. Lebensjahr einschätzen. Oft zeigt sich das erst im Teenager Alter. Babys und Kleinkinder sind generell früh wach. Haben sie tagsüber genug Bewegung, schlafen sie meist auch abends zu einer christlichen Zeit ein. Bei meiner Tochter hat sich ab einem Alter von 18 Monaten herauskristallisiert, dass sie meistens erst gegen 21 Uhr oder später einschläft. Am Wochenende schläft sie schon mal bis 8.30 Uhr durch. Das kann auf den Schlaftyp Nachtigall hinweisen, muss es aber nicht. Bis zur Pubertät ist schließlich noch etwas Zeit.





"Anfänglich habe ich nicht daran geglaubt. Dennoch habe ich es versucht und bin angenehm über die positive Wirkung überrascht"
Julia S.
Mutter

Hast du gewusst? Chronischer Schlafmangel kann die körperliche und kognitive Entwicklung von Kindern negativ beeinträchtigen.

Hast du gewusst? Weißes Rauschen beruhigt Babys, weil es an das Rauschen des Blutes im Mutterleib erinnert.

"Endlich kann ich mich wieder um alltägliche Aufgaben kümmern. Auch mein Ehemann ist begeistert."
Melanie A.
Mutter

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